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Alessandriatour 2001
(Karte wird geladen, bitte etwas Geduld)

 

Bericht der Tour durch die Französischen Seealpen, .......mal aus einer anderen Sicht.

 

Created by the Skandalschreiber Frank


….tja, was soll man sagen…wie jedes Jahr hat Alessandria bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Leute, die Atmosphäre das Wetter es hat mal wieder alles zusammengepasst. Mit dieser positiven Stimmung ausgestattet machten wir uns am Montag Morgen auf um die französischen Seealpen zu erklimmen. Wir das waren meine Freundin eine goldene Varadero, eine Deauville eine Shadow mit drei Rädern und ein gigantisches Goldwing-Gespann. Wir fuhren gemeinsam, nachdem unsere Treiber Ihren Krempel endlich verpackt hatten über die Autobahn Richtung Genua. Nachdem stundenlangen Schritttempo vom Vortag war das ausnahmsweise mal eine richtige Erholung über die Autobahn zu rollen. Nach ca. 1,5 Std. fahrt erreichten wir das Mittelmeer und fuhren die Autobahn Richtung französische Grenze.

Nach einem kurzen Tankstopp überquerten wir die Grenze und bogen links ab da unsere Treiber unbedingt einen Abstecher nach Monaco machen wollten. Wir wären zwar lieber gleich in die Alpen gefahren, aber was soll man sagen, die oben drauf sitzen am längeren Hebel. In Monaco sind wir dann erst mal eine Runde über die Grand-Prix Strecke gefahren (na ja, gefahren hört sich übertrieben an, Schumacher wären wahrscheinlich zu Fuß schneller gewesen). Da unsere Treiber sich unbedingt ins Promenadengewirr werfen wollten stellten sie uns am Hafen ab. Auf der einen Seite war es schon recht imposant was da so alles im Hafen dümpelte auf der anderen Seite waren wir fünf froh als es endlich nach 2 Stunden über Menton in die Alpen ging. Fürs Wasser sind wir halt nicht geschaffen.

Über den Col de Castillion ging es zu unserer ersten Station nach Sospel. Nachdem unsere Treiber uns abgestellt hatten und Ihre Hütten aufgeschlagen hatten, zeigte es sich mal wieder wie bescheiden wir Bikes sind. Während wir uns hin und wieder mit ein wenig Sprit in unseren Tank zufrieden geben, haben unsere Treiber an diesem Abend dick aufgetragen. Neben erlesenen Vor-, Haupt- und Nachspeisen die sie auf Ihren mitgebrachten Einbauküchen fabrizierten und bei Kerzenlicht verspeisten erschienen die Treiber der beiden KTM's neben uns wie Barbaren. So sind se halt die wahren Biker.

Nachdem am anderen Morgen der ganze Krempel mal wieder verpacht und uns auf den Buckel geschnallt war ging es auf die erste große Bergetappe. Von Sospel aus fuhren wir bei herrlichstem Wetter auf den Col de Turini. Was soll man sagen. Kaum das wir warm wurden machten unsere Treiber schon wieder eine Pause. Danach ging es über Roquebillière, St. Martin auf den Col St. Martin. Bis dahin haben wir die 1700 m nicht überschritten. Kurven ohne Ende einfach super, auch wenn unsere Treiber nur Augen für die Landschaft hatten. Von dort aus ging es dann auf der Route Impérial auf die über 55 km lange Auffahrt zum Cime de la Bonette. Leider wurde das Wetter je höher wir kamen immer schlechter. Unterwegs mussten unsere Treiber uns auch noch durch eine Schafsherde jonglieren. Nach 1 Std. Auffahrt erreichten wir die Vergaserunfreundliche Passhöhe in 2802 m Höhe.

Bei der Abfahrt trafen wir dann an der alten Festung Restefond an der gleichnamigen Passhöhe eine sehr gut befreundete BMW K 1100 LT mit Ihrem Treiber. Nachdem unsere Treiber von Ihrem obligatorischen Gerümpelrundgang durch die alte Festung zurückwaren, fuhren wir von der Passhöhe runter nach Jausier. Dort wurde dann mal wieder für das abendliche Diner eingekauft. Als uns unsere Treiber auf einem Nahegelegenen Campingplatz abgestellt hatten, fing es wie aus Eimern an zu schütten. Logisch das sie sich unters Dach verzogen und darüber sinnierten wie sie Ihr Essen trocken zubereiten können während wir im Regen standen. Als Sie mit viel Aufwand eine Plane aufgespannt hatten unter der Sie essen konnten, hörte es auf zu regnen (ein leichtes Grinsen konnten wir uns nicht verkneifen). Danach begann das gleiche Ritual wie am Vorabend (ätzend).

Am nächsten Tag, nachdem wir uns von der LT verabschiedet hatten, ging es dann zuerst gemeinsam nach Barcelonnette. Von dort aus trennten sich für einige Kilometer unsere Wege. Während die Deaville, die Shadow und unser Goldie aufgrund der besseren Straßenverhältnisse über den Col de D'Allos entlang des Flusses Verdon nach Colmars fuhren, nahmen meine goldene Freundin und ich den Umweg über die Route des Grandes Alpes. Über den Col de la Cayolle und den Col des Champs ging es ebenfalls nach Colmars wo wir uns mit den anderen wieder trafen. Wie immer zu solchen Gelegenheiten machten unsere Treiber ein Pause um mal wieder zu essen und zu trinken.

Von dort aus ging es dann immer entlang des Verdon bis nach St.Julien du Verdon am Ufer des Barrage de Castillon. Was soll ich sagen, endlich durften wir auch mal ein wenig Sprit zu uns nehmen. Da die Temperatur mittlerweile weit über 30 Grad waren, sei unseren Treiber verziehen das Sie schon wieder mal eine Pause machten. Nachdem sich unsere Treiber mit irgendwelchen kühlen Flüssigkeiten und gefrorenem Milchwasser einigermaßen wieder abgekühlt hatten ging es auf das letzte Teilstück dieses Tages. Über den Cole de la Blache ging es dann in Richtung Grand Canyon du Verdon. Über eine Ringstraße konnte man entlang dieses Canyon's fahren. Alle Nase lang hauten unsere Treiber in die Bremse um von uns runterzuspringen und Fotos zu machen. Na ja, wenn ich ehrlich bin, imposant war das schon. Wenn ich mir vorstelle da mal runterzufallen bleibt wohl von mir nichts übrig (na ja die Schrauben kann man dann noch an Duc's verhökern).

Als dann endlich die Sensationslust unserer Treiber gesättigt war, ging's recht zügig in Richtung Moustiers weiter wo wir unser Nachtlager aufschlugen. Ausnahmsweise hatten ich und meine Kumpels diesen Abend mal Ruhe da unsere Treiber außerhalb ihre Nahrung zu sich nahmen.

Am nächsten Morgen wurde dann langsam die grobe Richtung Heimat eingeschlagen. Nach ca. 50 km verabschiedeten meine Goldene und ich uns von unseren drei anderen Kumpels da sie etwas mehr Zeit hatten als wir und auch lieber gemütlicher fuhren. Nachdem unsere Treiber Ihre Abschiedszeremonie beendet hatten fuhren unsere drei Kumpels in Richtung Annecy während wir uns wieder in die tiefsten Alpen verzogen.

Über Digne, Seyne fuhren wir Richtung Lac de Serre Poncon. Am See entlang ging es über Embrun die Staatsstrasse 94 hinauf bis Briancon. Von dort aus fuhren wir dann über den Col du Lautaret hinauf zum Col du Galibier. Kaum vorzustellen das da im letzen Jahr einige Duzende von uns ohne Motor im Rahmen einer größeren Tour hochgefahren sind. Der schnellste Treiber fährt da immer mit einem gelben Hemdchen durch die Gegend (eigenartig diese Treiber). Naja, wie schon des öfteren bei heißen Temperaturen mussten unsre Treiber sich dort oben mal wieder erholen. Von dort oben ging es dann hinab ins Tal wo auch wir wieder mal was zu schlucken bekamen.

Die letzte Etappe des Tages ging dann über den Col de la Madeleine (da wo die Motorlosen in diesem Jahr drüber sind) nach Albertville, Ugine, den Col des Aravis, Bonneville hinaus aus den Alpen an den Genfer See. Dort erhielten unsere Treiber dann abends auch die Nachricht das unsere Kumpels gut in Annecy angekommen sind.

Alles in allem waren diese paar Tage in den Seealpen ein Erlebnis für uns und unsere Treiber. Bis auf ein paar Stunden hatten wir herrlichstes Wetter, tolle Pässe, supergute Kurven und ne Menge Grip unterm Gummi (wenn da nicht immer die Fressorgien unserer Treiber gewesen wären). Falls Ihr also im nächsten Jahr wieder mal nach Alessandria kommen solltet und danach noch ein paar Tage Zeit habt, hängt die Seealpen dran...es lohnt sich.

Gruß aus München auch von meinem Treiber

BlueVara

 

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© Wolfgang Hofmann
    04-Okt-2000